Elektroniker (mit MODULEN)

Beruf Elektroniker (mit MODULEN)

Quelle: Shutterstock.com , Bildnummer:59456014, Urheberrecht: Nomad_Soul

Elektroniker / Elektronikerinnen (mit Modulen) entwickeln, erzeugen, montieren und reparieren elektronische Geräte, Anlagen und Maschinen sowie mikrotechnische Produkte, optische Elektronik, Hochfrequenzanlagen, Telefonanlagen, Geräte der Video- und Audiotechnik uvm. Die wichtigsten Anwendungsgebiete sind die Maschinen- und Anlagensteuerung, die Kommunikationstechnik, die Computertechnik, die Fahrzeugtechnik, die Gebäudetechnik, die Medizintechnik uvm.

Die Ausbildung in diesem Lehrberuf besteht aus einem Grundmodul (2 Jahre) und mindestens einem der folgenden Hauptmodule (1,5 Jahre): Angewandte Elektronik, Mikrotechnik, Kommunikationselektronik, Informations- und Telekommunikationstechnik. Zusätzlich kann noch ein weiteres Hauptmodul oder ein Spezialmodul gewählt werden, wodurch sich die Lehrzeit auf 4 Jahre erhöht. Als Spezialmodule stehen zur Auswahl: Netzwerktechnik, Eisenbahntelekommunikationstechnik.

Elektroniker / Elektronikerinnen (mit Modulen) arbeiten in Mittel- und Großbetrieben der Elektro- und Elektronikindustrie, der EDV-Branche und der Telekommunikationsbranche, in industriellen Produktions- und Fertigungshallen, in Forschungs- und Entwicklungslabors oder bei Montagearbeiten direkt beim Kunden / der Kundin.

Aufgaben als Elektroniker (mit Modulen)

  • elektrische, elektronische, mikrotechnische Bauelemente, Baugruppen und –teile für Geräte, Maschinen und Anlagen herstellen, prüfen und instand setzen
  • Steuerungen (elektrisch, elektronisch, elektropneumatisch) einrichten und in Betrieb nehmen
  • Fehler und Störungen suchen, analysieren und beheben
  • Leitungen und Kabel verlegen und anschließen
  • leitende Verbindungen (Klemm-, Löt-, Steckverbindungen u.a.) herstellen
  • analoge und digitale Schaltungen herstellen
  • Leiterplatten und Printplatten zusammenbauen, prüfen, instand setzen
  • Mess-, Steuer-, Regel- und Signalanlagen zusammenbauen und prüfen
  • Maßnahmen zur elektrostatischen und elektromagnetischen Verträglichkeit durchführen
  • Produktionsanlagen und –prozesse programmieren, steuern, überwachen
  • prozessbegleitende Prüfungen und Endtests durchführen
  • Service- und Wartungsarbeiten an Ausrüstung und Maschinen durchführen
  • Wartungsprotokolle, Betriebsbücher, KundInnenkarteien führen
  • Multimediadateien sichern und verwalten
  • Serverbetriebssysteme aufbauen, einrichten, verwalten
  • Chemikalien sicher anwenden

 

Voraussetzungen für den Lehrberuf Elektroniker (mit Modulen)

Du bist fingerfertig und handwerklich geschickt? Außerdem verfügst du über räumliches Vorstellungsvermögen, logisch-analytisches Denken und hast weiters eine systematische Arbeitsweise? Toll! Du bringst bereits wesentliche Voraussetzungen für diesen Lehrberuf mit. Dein technisches Verständnis ist groß, ebenso deine Konzentrationsfähigkeit und Geduld. Außerdem bist du kommunikativ, kundenorientiert und aufgeschlossen. Ebenfalls notwendig in diesem Beruf: EDV-Kenntnisse, Sicherheits- und Umweltbewusstsein. Wenn du auch Fremdsprachenkenntnisse bzw. Interesse an Fremdsprachen mit in die Lehre bringst, bist du für diesen Job geeignet.

Berufsaussichten als Elektroniker (mit Modulen)

Lehrbetriebe und Beschäftigungsmöglichkeiten gibt es vor allem im städtischen Raum. Die Jobaussichten in diesem Beruf sind gut, da Produkte der Informations- und Kommunikationstechnik sehr gefragt sind. Wichtig ist Lernbereitschaft und Weiterbildung, da vor allem Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften herrscht, deren Wissen sich auf dem neuesten Stand der Technik befindet. Unter den Lehrlingen gibt es derzeit übrigens vorrangig Burschen und fast keine Mädchen in den Ausbildungsbetrieben.

  • Berufsbereich: Informationstechnologie
    Elektrotechnik, Elektronik und Telekommunikation
  • Lehrdauer: 3.5 Jahre
  • Ausbildungsvorschriften:

    II 147/2011

  • Prüfungsordnung:

    II 147/2011

Neben vielen anderen Punkten ist das Gehalt während und nach der Lehrzeit ein wichtiger Faktor bei der Berufswahl.
Dieses Thema ist aber sehr komplex. Anhand der folgenden Beispiele erklären wir dir gerne die Höhe deiner Lehrlingsentschädigung als Elektroniker / Elektronikerin (mit Modulen) in der Lehrzeit und nach deiner Ausbildung.

Gehalt als Elektroniker (mit Modulen)

Dein Gehalt als Lehrling nennt sich Lehrlingsentschädigung. Wie hoch dein Lehrlings-Gehalt ist, wird durch den Kollektivvertrag geregelt. Die Höhe deiner Lehrlingsentschädigung ist aber zusätzlich von folgenden Punkten abhängig:

  • In welchem Bundesland befindet sich dein Lehrbetrieb?
  • Welcher Branche ist er zugehörig?
  • Welcher Kollektivvertrag wird für deinen Lehrbetrieb angewandt?

Die kollektivvertraglichen Mindestsätze sehen wie folgt aus.

  • 1. Lehrjahr: 399 – 853 € (brutto)
  • 2. Lehrjahr: 498 – 1.095 € (brutto)
  • 3. Lehrjahr: 658 – 1.396 € (brutto)

Quelle: Gehaltskompass des AMS (http://www.gehaltskompass.at/)

Beispiel:
Als Elektroniker / Elektronikerin (mit Modulen) Lehrling verdienst du beispielsweise in einem Betrieb aus dem Metall- und Elektrogewerbe als Arbeiter / Arbeiterin im 1. Lehrjahr 675€,  im 2. Lehrjahr 850€,  im 3. Lehrjahr 1.120€ und im 4. Lehrjahr 1.490€.

Die Elektro- und Elektronikindustrie bezahlt dir im Angestelltenverhältnis bzw. als Arbeiter / Arbeiterin im 1. Lehrjahr 700€,  im 2. Lehrjahr 900€,  im 3. Lehrjahr 1.150€ und im 4. Lehrjahr 1.550€.

Für Lehrlinge mit Matura gelten Sonderregelungen.

 

Was verdiene ich als Elektroniker (mit Modulen), wenn ich ausgelernt bin?

Nach abgeschlossener Lehre zum Elektroniker / zur Elektronikerin (mit Modulen) liegt das Einstiegsgehalt bei 1.960€ bis 2.180€ (brutto).

Wie auch bei der Lehrlingsentschädigung gibt es nach der Lehrzeit Faktoren, die deinen Verdienst als Elektroniker / Elektronikerin (mit Modulen) beeinflussen, der wichtigste Faktor ist auch hier der Kollektivvertrag. Sofern dein Betrieb an einen Kollektivvertrag gebunden ist, regelt dieser die Beschäftigungsgruppen und dein Mindestgehalt. Jedem Unternehmen steht natürlich frei, einem ausgelernten Elektroniker / einer ausgelernten Elektronikerin (mit Modulen) gemäß der Qualifikation auch mehr zu bezahlen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Elektroniker (mit Modulen)?

Als Elektroniker / Elektronikerin (mit Modulen) kannst du beispielsweise VorarbeiterIn, AbteilungsleiterIn, WerkstättenleiterIn oder AusbildungsleiterIn werden. Generell sind die Aufstiegsmöglichkeiten vom jeweiligen Betrieb abhängig. Auch in diesem Beruf ist die Bereitschaft zur Weiterbildung und die Offenheit für Neuerungen für eine erfolgreiche Berufsausübung vorteilhaft.

Selbstständig kannst du diesen Beruf als GewerbeinhaberIn, GeschäftsführerIn oder PächterIn beispielsweise in den reglementierten Gewerben “Elektrotechnik”, “Kälte- und Klimatechnik” oder “Kommunikationselektronik” ausüben. Voraussetzung dafür ist ein entsprechender Befähigungsnachweis.

In unserem Reiter “Bewerben” findest du neben der Vorlage für ein Bewerbungsschreiben als Elektroniker / Elektronikerin (mit Modulen) auch Hinweise und Tipps, worauf du bei deiner schriftlichen Bewerbung für deinen Lehrberuf achten sollst.

In unseren Tipps und Infos erklären wir dir Schritt für Schritt, wie du eine Bewerbung erstellst.
Neben dem Bewerbungsschreiben gehören Lebenslauf, Zeugnisse und ein Foto zur Bewerbung.

Im Berufsbild “Elektroniker / Elektronikerin (mit Modulen)” erhältst du wichtige Informationen über den Lehrberuf, welche du in deinem Bewerbungsschreiben einbauen kannst. Die Karriereseite des Lehrbetriebs liefert dir wichtige Informationen zum Unternehmen, achte darauf, dass du diese in das Bewerbungsschreiben einbaust, so zeigst du dem Personalverantwortlichen, dass du dich gut vorbereitet hast.

 

Bewerbungsschreiben Elektroniker (mit Modulen)

Hier siehst du ein Beispiel für die Bewerbung zum Elektroniker / zur Elektronikerin (mit Modulen).


Sehr geehrter Herr Mustermann,

mit großem Interesse habe ich mich über die von Ihnen auf Lehrlingsportal.at ausgeschriebene Lehrstelle zum Elektroniker (mit Modulen) informiert und bewerbe mich nun um diesen Ausbildungsplatz.

Die tägliche Arbeit eines Elektronikers ist abwechslungsreich und verantwortungsvoll, weil man mit unterschiedlichen Aufgaben betraut wird und eine Vielzahl an Anforderungen erfüllen sollte. Ich denke, viele Voraussetzungen mitzubringen, die als Elektroniker wichtig sind. Ich bin fingerfertig, habe sehr gutes Sehvermögen, arbeite genau und konzentriert. Geduld, Entscheidungsfähigkeit und technisches Verständnis zählen zu meinen Stärken. Ich verfüge über räumliches Vorstellungsvermögen und logisch-analytisches Denken. Außerdem bin ich geduldig, flexibel und kreativ. Es würde mich sehr freuen, meine Kenntnisse und Fähigkeiten als Lehrling in Ihren Betrieb einfließen zu lassen.

Im Moment bin ich Schüler der HAK in Neunkirchen und werde diese im Sommer abschließen. Ich kann bereits auf ein Praktikum in einem Industriebetrieb im Burgenland zurückblicken, das ich letztes Jahr für drei Wochen absolviert habe. Diese Zeit war sehr wichtig und lehrreich für mich und hat meinen Berufswunsch noch bestärkt. Meine Kollegen und Kolleginnen haben mir tolle Einblicke in ihren Berufsalltag gewährt, ich durfte bei vielen Aufgaben aktiv mitarbeiten und hatte viel Spaß. Meine Kollegen und Kolleginnen haben meine Einsatzfreude und Begeisterung geschätzt.

In meiner Freizeit gehe ich dem Modellfliegen nach. Gemeinsam mit Freunden bin ich mit dem Modellflugzeug unterwegs und repariere dieses natürlich auch, wenn es notwendig ist. Hier kommt mir mein technisches Geschick und Verständnis ebenfalls sehr zugute. Wenn mir neben dem Schulalltag noch Zeit bleibt, spiele ich auch Badminton oder Basketball.

Ich möchte meine Lehre gerne in Ihrem Unternehmen absolvieren, weil Sie Ihren Lehrlingen neben einer spannenden Ausbildung auch die Möglichkeit der Teilnahme an einem vielfältigen Sportprogramm und die ÖBB-Jahreskarte für den Arbeitsweg bieten.

Gerne erzähle ich Ihnen persönlich mehr über mich und freue mich auf eine Einladung zum Vorstellungsgespräch.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Meier


 

Wichtiger Hinweis:
Nutze die oben angeführte Mustervorlage als Anregung. Unternehmen erkennen sofort, wenn du deine Bewerbung nur kopiert oder eine Vorlage verwendet hast. Gehe in deinem Bewerbungsschreiben auf das Unternehmen und seine Tätigkeit ein, um dein Interesse zu zeigen.

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