Gastronomiefachmann

Beruf Gastronomiefachmann

Quelle: Shutterstock.com , Bildnummer:142501879, Urheberrecht: Robert Kneschke

Als Gastronomiefachmann / Gastronomiefachfrau muss man alle Bereiche der Gastronomie beherrschen. Dieser Lehrberuf ersetzt die Doppellehre „Koch/Köchin und Restaurantfachmann/-frau“. AbsolventInnen dieser Ausbildung sind sowohl in der Küche als auch im Service tätig und übernehmen – je nach Betrieb – unterschiedliche Aufgaben, die von der Tischdekoration bis zur Abrechnung reichen. Gastronomiefachleute sind gemeinsam mit BerufskollegInnen, aber auch mit anderen Fach- und auch Hilfskräften der Gastronomie tätig. Einsatzorte: Hotels, Restaurants, Kaffeehäuser, Gasthäuser, Diskotheken, Eissalons usw.

 

Aufgaben als Gastronomiefachmann

  • Mitarbeit bei der Zusammenstellung von Speise- und Getränkekarten
  • Speisen vor- und zubereiten
  • Speisen und Getränke ausgeben und servieren
  • Beratung und Betreuung der Gäste
  • Entgegennehmen von Bestellungen
  • Bearbeitung von Reklamationen
  • bei Vorbereitung und Durchführung von gastronomischen Veranstaltungen mitwirken
  • Speisen und Getränke für Buffets arrangieren
  • Warenbestellung, Warenannahme und –lagerung
  • Kassa führen
  • Geschäftsablauf effizient und sinnvoll gestalten
  • Durchführung von Maßnahmen zur Qualitätskontrolle
  • bei der Umsetzung des betrieblichen Hygienekontrollsystems mitwirken
  • Erstellung von Dienstplänen
  • Mitarbeit bei Personaladministration
  • Führen von Dateien und Umsatzstatistiken

Voraussetzungen für den Lehrberuf Gastronomiefachmann

Du bist in guter körperlicher Verfassung, stressresistent und flexibel? Außerdem verfügst du über guten Geschmacks- und Geruchssinn, bist fingerfertig und hast gestalterische Fähigkeiten? Toll! Du bringst bereits wesentliche Voraussetzungen für diesen Lehrberuf mit. Du arbeitest weiters organisiert, kundenorientiert und aufmerksam. Planungsfähigkeit zählt zu deinen Stärken, Kontaktfreude ebenfalls. Zusätzlich von Vorteil in diesem Lehrberuf: Hilfsbereitschaft, gepflegtes Erscheinungsbild. Wechselnde Arbeitsorte sollten kein Problem für dich darstellen und auch mit möglichen Nacht- und Wochenendarbeitseinsätzen solltest du umgehen können. Wenn du auch Fremdsprachenkenntnisse und Selbstvertrauen mit in die Lehre bringst, bist du für diesen Beruf geeignet. Natürlich sind Eigenschaften wie Zuverlässigkeit und Freundlichkeit auch als Gastronomiefachmann / Gastronomiefachfrau – wie im Arbeitsleben generell – für eine erfolgreiche Berufsausübung günstig.

 

Berufsaussichten als Gastronomiefachmann

Die Arbeitsbedingungen in der Gastronomiebranche sind nicht für jeden über Jahre hinweg auszuhalten. Sonn- und Feiertagsarbeit, Überstunden, unregelmäßige Arbeitszeiten, relativ niedriger Lohn usw. veranlassen viele Fachkräfte zu einem Branchenwechsel. Aufgrund dieser Tatsache gibt es Nachfrage nach motivierten Fachkräften in Betrieben aller Größen. Auf Spezialkenntnisse und Beachtung von Trends wird allerdings immer mehr Wert gelegt (z.B. vegetarische und vegane Küche, Zubereitung glutenfreier Brote uvm.), weshalb persönliches Interesse für Trends in der Gastronomie und Bereitschaft zur ständigen Weiterbildung in diesem Beruf wichtig ist. Beschäftigungsmöglichkeiten gibt es generell vor allem in den Tourismusregionen im Westen Österreichs und in größeren Städten. Das Arbeitsplatz- und Lehrstellenangebot wird übrigens in den kommenden Jahren zunehmen. Der Beruf Gastronomiefachmann / Gastronomiefachfrau ist für Männer und Frauen gleichermaßen geeignet.

Neben vielen anderen Punkten ist das Gehalt während und nach der Lehrzeit ein wichtiger Faktor bei der Berufswahl.
Dieses Thema ist aber sehr komplex. Anhand der folgenden Beispiele erklären wir dir gerne die Höhe deiner Lehrlingsentschädigung als Gastronomiefachmann / Gastronomiefachfrau in der Lehrzeit und nach deiner Ausbildung.

 

Gehalt als Gastronomiefachmann

Dein Gehalt als Lehrling nennt sich Lehrlingsentschädigung. Wie hoch dein Lehrlings-Gehalt ist, wird durch den Kollektivvertrag geregelt. Die Höhe deiner Lehrlingsentschädigung ist aber zusätzlich von folgenden Punkten abhängig:

  • In welchem Bundesland befindet sich dein Lehrbetrieb?
  • Welcher Branche ist er zugehörig?
  • Welcher Kollektivvertrag wird für deinen Lehrbetrieb angewandt?

Die kollektivvertraglichen Mindestsätze sehen wie folgt aus.

  • 1. Lehrjahr: 399 – 853 € (brutto)
  • 2. Lehrjahr: 498 – 1.095 € (brutto)
  • 3. Lehrjahr: 658 – 1.396 € (brutto)

Quelle: Gehaltskompass des AMS (http://www.gehaltskompass.at/)

Beispiel:
Als Gastronomiefachmann / Gastronomiefachfrau Lehrling verdienst du in einem Betrieb aus dem Hotel- und Gastgewerbe als Arbeiter / Arbeiterin im 1. Lehrjahr 720€,  im 2. Lehrjahr 825€,  im 3. Lehrjahr 930€ und im 4. Lehrjahr 1.025€.

Für Lehrlinge mit Matura gelten Sonderregelungen.

 

Was verdiene ich als Gastronomiefachmann, wenn ich ausgelernt bin?

Nach abgeschlossener Lehre zum Gastronomiefachmann / zur Gastronomiefachfrau liegt das Einstiegsgehalt bei 1.340€ bis 1.500€ (brutto).

Wie auch bei der Lehrlingsentschädigung gibt es nach der Lehrzeit Faktoren, die deinen Verdienst als Gastronomiefachmann / Gastronomiefachfrau beeinflussen, der wichtigste Faktor ist auch hier der Kollektivvertrag. Sofern dein Betrieb an einen Kollektivvertrag gebunden ist, regelt dieser die Beschäftigungsgruppen und dein Mindestgehalt. Jedem Unternehmen steht natürlich frei, einem ausgelernten Gastronomiefachmann / einer ausgelernten Gastronomiefachfrau gemäß der Qualifikation auch mehr zu bezahlen.

 

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Gastronomiefachmann?

Gastronomiefachmänner / Gastronomiefachfrauen können zu JungköchInnen, DemichefInnen, AbteilungskellnerInnen bis hin zu RestaurantdirektorInnen aufsteigen. Generell sind die Aufstiegsmöglichkeiten vom jeweiligen Betrieb abhängig. Auch in diesem Beruf ist die Bereitschaft zur Weiterbildung und die Offenheit für Neuerungen für eine erfolgreiche Berufsausübung vorteilhaft.

Selbstständig kannst du diesen Beruf als GewerbeinhaberIn, GeschäftsführerIn oder PächterIn in den reglementierten Gewerben “Gastgewerbe” und “Konditor (Zuckerbäcker) einschließlich der Lebzelter und der Kanditen-, Gefrorenes- und Schokoladewarenerzeugung” ausüben. Dafür erforderlich ist die Erbringung eines Befähigungsnachweises. Außerdem kannst du in freien Gastgewerbe-Betriebsarten selbstständig tätig sein, in denen du keinen Gewerbeschein und somit auch keinen Befähigungsnachweis benötigst.

ff

Offene Lehrstellen

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen