Pflichtschule – was nun? Lehre oder Schule?

Stockfoto-ID: 264944552; SK Design

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Veröffentlicht am 30. Dezember 2014 in Allgemein

Ist die Lehre oder Schule der richtige Weg?

Wohin soll es nach der 9. Schulstufe gehen?
Welche Ausbildungsrichtung ist wohl die passende für mich?

Eine schwere Entscheidung! Aber keine endgültige, denn selbst mit einer absolvierten Lehre stehen dir umfangreiche Weiterbildungsmöglichkeiten und sogar ein Hochschulstudium offen.

Lehre oder Schule?

Diese Frage stellen sich jährlich ca. 90.000 Pflichtschulabsolventen in Österreich.
Viele haben sich bereits für eine weitere Schulausbildung entschieden und besuchen eine Höhere Schule, ein Drittel der Jugendlichen aber wählt einen Lehrberuf. Über 199 verschiedene Lehrberufe stehen hierbei zur Auswahl. Viele neue Lehrberufe werden ständig bewilligt und im Gegensatz dazu werden verstaubte Berufszweige runderneuert oder ganz aufgelassen.

Lehre als Karrierestart:

Welche Lehre soll ich beginnen? Auch diese Entscheidung ist nicht leicht zu fällen. Sie richtet sich nach deinen Bedürfnissen und Wünschen sowie den Angeboten, aber auch nach den Zukunfts- und Jobaussichten. Bei der Entscheidungsfindung stehen deine Eltern, Freunde und Verwandte meist beratend zur Seite. Dabei ist aber Vorsicht geboten, denn du solltest selbst herausfinden, was dir liegt und welche Tätigkeiten dich ansprechen. Nicht immer ist der Entscheidungsweg, den dir deine Eltern empfehlen, der richtige. Die Berufsberatungsstellen der Wirtschaftskammer und des WIFIs beraten dich objektiv und geben Tipps zur richtigen Berufswahl. Empfehlenswert ist auch der JUGENDKOMPASS des AMS.

Die Lehre bietet im Gegensatz zum Schulsystem eine größere Vielfalt an Ausbildungsmöglichkeiten. Ausgewählte Lehrberufe kannst du mit speziellen Schwerpunkten oder in Modulen abschließen. Diese Modularlehrberufe sind flexibler und bieten dir mehr Kombinationsmöglichkeiten. Mit einer Doppellehre erlernst du gleichzeitig zwei Berufe und steigerst gleichzeitig deine weiteren Berufschancen.

Die Vorteile einer Lehre sind beispielsweise, dass du bereits Berufserfahrung sammelst, dein eigenes Geld verdienst und eine handwerkliche Ausbildung bekommst. Mit dieser dualen Ausbildung wirst du sowohl im Betrieb mit viel Praxis als auch in der Berufsschule mit Theorie und Allgemeinwissen versorgt.

Lehre und mehr!

Bei manchen Lehrberufen besteht die Möglichkeit, eine Lehre mit Matura abzuschließen – oder auch umgekehrt. Das Programm „CAP“ bietet nämlich seit einigen Jahren „Matura mit Lehre“ an. In diesem für Europa einzigartigen Projekt erhalten Schüler eines Gymnasiums in Linz gleichzeitig auch eine praxisbezogene Mechatronik-Ausbildung.

Auch die Universität bleibt einem Lehrabsolventen nicht vorenthalten. Studieren ohne Matura wird durch die neuen Bestimmungen für jeden, der Interesse hat, ermöglicht. Der Erwerb einer Studienberechtigung wird dabei mit einer Berufsreifeprüfung oder der Studienberechtigungsprüfung erlangt. Somit steht dem Hochschulabschluss für ehemalige Lehrlinge nichts mehr im Wege.

Flexibilität ist gefragt

Die Wahl deines Berufes wird in Zukunft nicht mehr nur durch deinen gewählten Lehrberuf bestimmt, sondern viel mehr durch zusätzliche Ausbildungen und Erfahrungen.

Mit dem Job-Hopping – das häufige Wechseln des Arbeitsplatzes als Karrierekick – wird das Berufsbild der zukünftigen Generation geprägt. Mehrere Berufsausbildungen, Flexibilität, Lernbereitschaft, Ausdauer und ein umfangreicher Erfahrungsschatz sind die wichtigsten Parameter, die eine erfolgreiche Berufslaufbahn kennzeichnen.

Die Entscheidung für einen Lehrberuf ist somit keine endgültige, sondern vielmehr der erste Schritt zu deinem späteren Beruf. Welche beruflichen Erfolge du erklimmen wirst, hängt von dir selbst ab – von deinem Lerneifer, deinen Interessen, deinem Biss und deiner Ausdauer.

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