Von der Lehre in die Selbstständigkeit – Vorbereitung ist alles

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Schule, Lehre, Arbeitsplatz und Rente – so lautet das Standardszenario, welches sich über etliche Jahre hinweg bewährt hat. Doch dieses Modell ist für immer weniger junge Menschen attraktiv. Viele wünschen sich stattdessen mehr Freiheit und Selbstbestimmung und suchen deshalb nach Abschluss der Ausbildung die Selbstständigkeit.

Der eigene Chef zu sein, hat dabei grundsätzlich den ein oder anderen Vorteil. Gleichzeitig steigen mit der Freiheit allerdings auch die Verantwortung und die Anforderungen. Es braucht nicht nur Selbstdisziplin, um ohne feste Arbeitszeiten zur Arbeit zu gehen – wer von der Lehre aus direkt in die Selbstständigkeit geht, sollte sich vor allem gut vorbereiten. Dabei gibt es drei Punkte, die besonders wichtig sind.

Möglichst viel mitnehmen

Im Laufe der Ausbildung lernt man als Lehrling die wichtigsten Fähigkeiten und erlangt das notwendige Wissen, um den Beruf ausüben zu können. Wie viel man tatsächlich lernt, ist dabei auch vom eigenen Einsatz abhängig. Wer sich im Anschluss der Lehre selbstständig machen möchte, für den ist dieser Einsatz besonders wichtig. Je mehr man gelernt hat, desto besser kommt man mit den zukünftigen Aufgaben zurecht. Wer das Glück hat und seine Lehre bei einem größeren Unternehmen macht, durchläuft meist mehrere Abteilungen. Hier sollte man jede Gelegenheit nutzen, um die Prozesse und die Organisation kennenzulernen. Nachfragen ist in der Ausbildung ausdrücklich erlaubt und wenn man etwas nicht versteht, dann sollte man es sich im Zweifelsfall ein zweites Mal erklären lassen. Gleichzeitig kann man schon während der Ausbildung damit beginnen, Kontakte in der Arbeitswelt – z. B. Zulieferer und Partner – zu knüpfen.

Aufträge finden

Als Angestellter kümmert sich der Chef darum, dass man Arbeit hat. Wer selbstständig ist, muss sich dagegen selbst darum kümmern, dass Aufträge vorhanden sind. Das bedeutet auch, dass eine Aufgabe, die regelmäßig anfällt, die Kundenakquise ist. Gute Vorbereitung bedeutet hier, dass man schon vor Eintritt in die Selbstständigkeit genau weiß, woher man Aufträge beziehen kann. Wer im handwerklichen Bereich arbeitet – z. B. in der Baubranche – hat das Glück, dass viele solcher Aufträge für Baufirmen als Ausschreibungen verfügbar sind. Damit beschränkt sich die Arbeit zumindest teilweise auf die Angebotserstellung.

Wer dieses Glück nicht hat, muss anders aktiv werden. Das Wichtigste ist hierbei die Selbstpräsentation, wobei das Internet eine zunehmend wichtige Rolle spielt. Ein Großteil der Kunden sucht heutzutage im Internet nach passenden Unternehmen. Eine eigene Webseite ist deshalb mittlerweile unerlässlich. Damit ist es allerdings noch nicht getan. Zusätzlich ist Suchmaschinenoptimierung notwendig, um in den Suchergebnissen möglichst weit oben zu landen – bestenfalls vor den Konkurrenten. In Kombination mit Werbemaßnahmen und der aktiven Kundensuche sollte die Auslastung so schnell steigen.

Die Bürokratie

Kaufmännisches Wissen bekommt man in der Ausbildung nur selten beigebracht. Doch ohne dieses Wissen wird die Selbstständigkeit schnell zu einem Problem, denn wer nur einen Einblick in die Büroorganisation erlangen konnte, ist auf die bürokratischen Herausforderungen nicht vorbereitet. Man sollte wissen, wie man Angebote erstellt, kalkuliert und sich um die Buchführung kümmert. Da nur die wenigsten Lehrlinge das in ihrer Ausbildung beigebracht bekommen, ist es sinnvoll, einen Grundkurs für kaufmännisches Wissen zu besuchen. So weiß man genau, welchen Pflichten man wie nachkommen muss.

 

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