Schnupperlehre

Stockfoto-ID: 552389071; GaudiLab

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Veröffentlicht am 29. November 2017 in Allgemein, Arbeitgeber, Arbeitsplatz, Lehrbetrieb

Was verbirgt sich hinter dem Begriff „Schnupperlehre“? Ganz einfach: die Möglichkeit, in einen Lehrberuf hineinzuschnuppern und einige Tage in einem Unternehmen zu verbringen. Für Unternehmen ist die Schnupperlehre eine Hilfe, BewerberInnen besser kennenzulernen undgeeignete Lehrlinge zu finden. Auch für Jugendliche, die eine weiterführende Schule besuchen möchten, ist die Schnupperlehre eine gute Variante, die Arbeitswelt persönlich zu erfahren und Berufe kennenzulernen.

Gründe für eine Schnupperlehre

  • live in einem Betrieb dabei sein
  • zusehen
  • ausprobieren
  • eigene Meinung zu Beruf und Firma bilden

Wenn es dir im Betrieb gefällt und du dir eine Ausbildung in diesem Lehrberuf vorstellen kannst, bewirb dich doch für eine dauerhafte Lehrstelle. Mit ein bisschen Glück gelingt das!

Wege zu einer Schnupperlehre

Wie kommst du nun zu deiner Schnupperlehre? Du kannst selbst eine Schnupperlehrstelle suchen oder deine Schule oder deine Eltern übernehmen das für dich. Wenn es klappt, darfst du 5 Tage im Jahr in die Schnupperlehre gehen und somit dem Unterricht fernbleiben. Notwendig dafür ist das Einverständnis deines Klassenlehrers oder deiner Klassenlehrerin. Es ist auch möglich, in den Ferien eine Schnupperlehre zu absolvieren. Das geht aber höchstens 15 Tage pro Kalenderjahr und Betrieb. Für Jugendliche, die keine Schule mehr besuchen, ist es rechtlich nicht möglich, eine Schnupperlehre in Anspruch zu nehmen.

Ablauf der Schnupperlehre

Bei einer Schnupperlehre geht es vorrangig darum, einen Beruf praktisch kennenzulernen, du siehst zu, kannst Fragen stellen und darfst ungefährliche Tätigkeiten bzw. Handgriffe im Betrieb durchführen. Arbeitspflicht besteht keine, dafür erhältst du aber auch kein Geld für deine
Anwesenheit. Die Zeiten, in denen du dich im Betrieb aufhältst, werden normalerweise individuell vereinbart.

Schnuppertage statt Schnupperlehre

Viele Firmen bieten auch öffentliche Schnuppertage an, um diese musst du dich also nicht selbst kümmern. Frag´ doch einfach bei Betrieben, die dich interessieren, nach – oder besuche deren Websites. Auch dort kannst du Termine und etwaige Anmeldefristen rechtzeitig erfahren.

Benotung der Schnupperlehre

Du bekommst kein Zeugnis nach der Schnupperlehre, kannst aber um schriftliches Feedback ersuchen. Dann erhältst du ein Dokument, in dem steht, wie du dich in der Schnupperlehre verhalten hast. Eine Kopie davon kannst du bei all deinen Lehrstellenbewerbungen beilegen.
Natürlich nur, wenn das Feedback gut ist! Versicherungsschutz während der Schnupperlehre

Ist man eigentlich kranken- und unfallversichert, wenn man eine Schnupperlehre macht?
Der Versicherungsschutz bei der Schnupperlehre hängt davon ab, ob es

  • eine Schnupperlehre während der Unterrichtszeit als schulbezogene Veranstaltung wie z.B.
    individuelle Berufsberatung
  • eine Schnupperlehre außerhalb der Unterrichtszeit, z.B. in den Ferien

Zusammenfassend kann man sagen, dass du bei einer Schnupperlehre während der Unterrichtszeit auf gleiche Weise krankenversichert bist wie beim Unterricht in der Klasse. Außerhalb der Unterrichtszeit (z.B. nach dem Unterricht oder in den Ferien) besteht der Krankenversicherungsschutz normalerweise durch Mitversicherung bei den Eltern. Der Betriebsinhaber muss in keinem der beiden Fälle einen Unfallversicherungsbeitrag für dich leisten. Bei diesem Thema kann dir die Wirtschaftskammer persönlich oder telefonisch genaue Auskünfte geben.

Fazit
Eine Schnupperlehre ist ein erster Schritt in die Arbeitswelt und liefert dir direkte Einblicke in einenLehrberuf. Wenn du dir nicht sicher bist, welcher Lehrberuf für dich wirklich geeignet ist, kann eine Schnupperlehre eine Hilfe für deine Entscheidungsfindung sein. Schnuppertage sind dafür natürlich
genauso geeignet. Also, sprich einfach einmal mit deiner Klassenlehrerin oder deinem Klassenlehrer und hole dir deren Einverständnis. Dann kann deine Suche nach einer Schnupperlehrstelle beginnen. Viel Erfolg!

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