Was willst du werden? Die Arbeiterkammer hilft

Junge und rothaariges Mädchen stehen im Park vor Spielplatz und lächeln
(c) Lukas Beck

Soll ich eine Lehre machen – oder weiter in die Schule gehen? Und was will ich überhaupt lernen? Die Entscheidung über Bildung und Beruf ist eine der wichtigsten. Oft finden Jugendliche nicht ihre Wunschschule, und die Betriebe bieten zu wenige Lehrstellen in Zukunftsberufen an. Außerdem bietet nicht jede Schule die gewünschte Berufsausbildung. In all diesen Fällen hilft die Arbeiterkammer.

Gemeinsam mit dem Wiener Stadtschulrat veranstaltet die Arbeiterkammer in Wien die Bildungs- und Berufsinfomesse L14 von Mittwoch, 7. bis Freitag, 10. November. Eingeladen sind die SchülerInnen der dritten und vierten Klassen der Neuen Mittelschulen und der Gymnasien. Für die L14 konnte die Arbeiterkammer alle Einrichtungen gewinnen, die in Wien gute Bildungsinformation bieten. Bis zu 9.000 BesucherInnen werden erwartet, der Eintritt ist frei.

Bei Infoständen, Vorträgen und in Workshops können sich Jugendliche und ihre Eltern über weiterführende Schulen, Lehrausbildungen und Berufe informieren.
Bei einem Berufsinteressenstest können sie mehr über ihre Neigungen herausfinden. Und es gibt die „Probiers hier!“-Zone: Beim technischen Werken oder bei physikalischen Experimenten können die SchülerInnen herausfinden, was ihnen gefällt.

Wer sich direkt über die Arbeitswelt informieren will, kann das zum Beispiel beim Stand „Wir Wiener Lehrlinge“ tun. Für Mädchen gibt es ein besonderes Service: Beim Infostand von „Sprungbrett für Mädchen“ und in speziellen Workshops können sie verschiedene Berufe und nicht nur die „klassischen“ Mädchenberufe kennen lernen.

An den Messeständen der L14 sind alle weiterführenden Schultypen vertreten und stellen sich vor. Auch die Arbeiterkammer, das Arbeitsmarktservice, der Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds, der Wiener Stadtschulrat und andere Einrichtungen beraten Jugendliche aus der Neuen Mittelschule und der Unterstufe der Gymnasien, ihre Eltern und ihre LehrerInnen.

Am Freitag Nachmittag und am Samstag gibt’s ein spezielles Familienprogramm. Hier gibt es Tipps und Infos für Eltern, die wissen wollen, wie sie ihre Kinder bei der Berufs- und Bildungswahl am besten unterstützen. Sie können sich auch gratis den USB- Stick „Die richtige Ausbildung für mein Kind“ abholen. Er bietet einen Überblick über das Bildungssystem und behandelt wichtige Fragen der Bildungs- und Berufsorientierung in acht Sprachen.

Die Bildungs- und Berufsinfomesse für Jugendliche ist der Beitrag der Arbeiterkammer für beste Bildungs- und Berufsinformation. In den Neuen Mittelschulen ist Berufsinformation ein eigenes Schulfach. Daher fordert die Arbeiterkammer das auch für die Gymnasien. Obwohl in Wien die Hälfte aller Zehn- bis Vierzehnjährigen ins Gymnasium geht, gibt es dort kein eigenes Fach für Berufsinformation.

Nötig sind auch mehr Ausbildungsplätze, sagt die Arbeiterkammer. Die beste Berufsinformation nützt nämlich nichts, wenn es dann keine Ausbildungsplätze im Wunschberuf gibt. Die Unternehmen müssen mehr Lehrstellen in Zukunftsberufen schaffen, die Bundesregierung darf nicht bei der überbetrieblichen Lehrausbildung sparen, fordert die Arbeiterkammer. Sie will auch eine Schulfinanzierung nach „Chancenindex“. Schulen sollen mehr Mittel bekommen, wenn sie viele SchülerInnen haben, die besondere Unterstützung brauchen.
AK Bildungs- und Berufsinfomesse L14, Mittwoch, 7. November, bis Samstag, 10. November 2018, Mittwoch und Donnerstag 8.30-14 Uhr, Freitag 8.30-17 Uhr; Familienprogramm Freitag, 14 bis 17 Uhr, Samstag, 9 bis 17 Uhr, AK Wien Bildungszentrum, Theresianumgasse 16-18, 1040 Wien, www.L14.at

Weitere Beiträge