Handwerkslehre: Wo und wieso die Ausbildung lohnt

Bild von Sabine Schulte auf Pixabay

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Veröffentlicht am 21. September 2020 in Allgemein, Arbeitgeber, Jobs

Lehrberufe gibt es viele – allein im Handwerk über 130. Angesichts dieser Vielzahl an Berufsbildern bleibt viel Raum, um bei der Entscheidung für eine Ausbildungsstelle den persönlichen Talenten zu folgen. Die Vielfalt an Lehrberufen ist einer von vielen Gründen, aus denen wieder mehr Schulabschließer Interesse an der Lehre zeigen. Besonders gute Zukunftschancen erwarten einen in solchen Berufen, die einen Mangel an Fachkräften beklagen. Darunter vor allem die über 100 Lehrberufe des Handwerks.

Der zunehmende Fachkräftemangel in handwerklichen Berufen sorgt für hervorragende Perspektiven, was die Übernahmechancen nach der Ausbildung betrifft. Auch bei der späteren Weiterbildung zum Meister unterstützen viele Handwerksbetriebe ihre Lehrlinge, um die Zukunft des eigenen Betriebs zu sichern. Angesichts dieser Bedingungen kann man heutzutage auch im Handwerk bestens Karriere machen. In ganz Europa herrscht seit Jahren ein regelrechter Bauboom. Die damit verbundene Nachfrage in der Handwerksbranche schafft sprichwörtlichen goldenen Boden. Was spricht davon abgesehen für eine handwerkliche Ausbildung und wo in Österreich und Europa herrschen die besten Bedingungen für eine Handwerkslehre?

Was für die Handwerksausbildung spricht

Unabhängig von den Noten und der Art des Schulabschlusses hat man im Handwerk heutzutage beste Chancen, eine Ausbildungsstelle zu finden. Jedes Jahr gibt es in der Branche mehr Ausbildungsplätze als Bewerber. Insgesamt wird die Hälfte aller österreichischen Azubis in Handwerksbetrieben ausgebildet. Gesucht wird jeder, der etwas leisten möchte und Interesse am Berufsbild zeigt. Bei Startschwierigkeiten können Lehrlinge auf etliche Unterstützungs- und Hilfsangebote zugreifen, so beispielsweise auf die der Handwerkskammer und Arbeitsagentur. Das erleichtert den Berufseinstieg und später die Karriere. Schon während der Ausbildung legen ehrgeizige Azubis in Handwerksberufen berufsspezifische Weiterbildungen ab. Solche Zusatzqualifikationen steigern das Einkommen und helfen bei der individuellen Gestaltung des Karrierewegs. Apropos individuelle Gestaltung: Das Handwerk ist überall. Wohin es einen auch zieht, hat man später Zukunftsperspektiven. Nicht nur innerhalb Österreichs, sondern auf der ganzen Welt.

Wo haben Handwerker die besten Chancen?

Ob auf dem Land, oder in der Stadt: Handwerksausbildungen findet man in jeder Region. Wie attraktiv ein bestimmtes Gebiet für Handwerker ist, hängt unter anderem vom Durchschnittsgehalt, der Arbeitslosenquote, dem Industrieanteil der Arbeitsplätze und der Anzahl an gewerkschaftlich organisierten Arbeitnehmern ab. Auf der Basis dieser Faktoren sind Graz und Wien innerhalb Österreichs die besten Städte für Handwerksberufe.

Laut einem aktuellen Gehalts-Index schafft es Graz mit einer Arbeitslosenquote unter sieben Prozent und einem Durchschnittsgehalt von über 30 Euro sogar in die Top 20 der besten Handwerksstädte Europas. Hinsichtlich des Durchschnittsgehalts liegt die Grazer Region auf einem ähnlichen Level wie Wien. Wegen der Arbeitslosenquote und dem vergleichsweise geringen Industrieanteil dortiger Arbeitsplätze erreicht die österreichische Hauptstadt allerdings nur den 42. Platz. Übrigens warten die besten Handwerksbedingungen in ganz Europa im dänischen Kopenhagen. Ähnlich gute Voraussetzungen herrschen in der Schweizer Stadt Basel und im irischen Dublin.

Auslandsaufenthalt gefällig? Was sich für Studenten eingebürgert hat, findet man heutzutage auch im Handwerk. Einige österreichische Betriebe bieten ihren Lehrlingen und Gesellen die Möglichkeit, aus beruflichen Gründen Städte in ganz Europa zu bereisen. So teils auch vielversprechende Orte mit vergleichsweise hohem Durchschnittsgehalt.

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