9 ungewöhnliche Möglichkeiten, das Lehrlingseinkommen aufzubessern

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In der Ausbildung ist das Geld oft knapp. Das Gehalt ist gering und die Ausgaben sind hoch. Selbst für Lehrlinge in gut bezahlten Branchen wie dem Handwerk reichen die Mittel oft nicht, um sich eine eigene Wohnung, das Auto und den Sommerurlaub selbstständig zu finanzieren. Während Azubis im Hochbau durchschnittlich 1.679 Euro im Monat verdienen, bekommt eine angehende Sportgerätefachkraft nur knapp 1.000 Euro. Damit sind keine großen Sprünge möglich. Glücklicherweise werden die Nebenverdienstmöglichkeiten immer lukrativer und einfacher. Nachfolgend werden neun Optionen vorgestellt, mit denen sich das Lehrlingsgehalt aufbessern lässt.

Eigene T-Shirts vertreiben

Spreadshirt.com ist eine deutsche E-Commerce-Plattform, die seit Jahren in aller Munde ist. Kreative Menschen eröffnen dort einen eigenen Onlineshop und bieten ihre T-Shirt-Designs an. Der Vorteil ist, dass keinerlei Kosten anfallen, um als Designer durchzustarten. Es werden einfach die Soft- und Hardware sowie die Infrastruktur von Spreadshirt genutzt.

Nachdem das Erfolgskonzept der Leipziger Firma weithin bekannt ist, gibt es mittlerweile eine große Konkurrenz unter den T-Shirt-Designern. Doch wessen Idee glänzt und wer gleichzeitig eine bestimmte Nische bedient, hat gute Aussichten auf ein zusätzliches Einkommen. Bereits 2016 machte es der US-Amerikaner Neil Lassen vor. Er erwirtschaftete mit seinen selbst kreierten T-Shirts 150.00 US-Dollar Umsatz. Und dass, obwohl er nicht einmal gut zeichnen kann.

SEO-Texte schreiben

Wer gerne Gedichte, Social-Media-Posts oder Geschichten schreibt, der kann damit in seiner Freizeit Geld verdienen. Damit das klappt braucht es lediglich einen Laptop und zuverlässigen Internetzugang. Ein Schreiberling, der bereits Grundkenntnisse in der Suchmaschinenoptimierung (SEO) mitbringt, hat es leichter. Ansonsten kann der Einstieg auch kinderleicht über Texter-Schmieden wie Content.de erfolgen.

Bezahlt werden die meisten Texter nach Wort. Wobei die Wortpreise ab einem Cent starten und bis zu 30 Cent ausmachen kann. Besonders, wenn ein Texter Spezialkenntnisse in einem bestimmten Bereich mitbringt, kann er höhere Sätze verlangen. Aufträge gibt es genügend.

Karten designen

Hochzeits-, Geburtstags-, Tauf- und Weihnachtskarten fragt der Markt immer nach. Lehrlinge, die gerne malen und designen, können sich damit jetzt ein Zubrot verdienen. Auf der Plattform der Kartenmanufaktur.de gibt es seit einigen Monaten einen Shop und Marktplatz, der externen Nutzern zur Verfügung steht. Ähnlich wie bei Spreadshirt erstellen die User dort ihre eigenen Shops. Im Editor gestalten die Kreativen zauberhafte Karten für unterschiedlichste Anlässe. Diese werden im eigenen Online-Shop und über den Marktplatz der Plattform vertrieben.

Auch hier ist der Pluspunkt wieder, dass keinerlei Investitionen notwendig sind. Die Abnehmer bezahlen für den Druck und Versand sowie die Gewinnmarge des Designers. Der kreative Kopf darf die Systeme und Infrastruktur des Druckdienstleisters kostenlos nutzen. Außerdem braucht er grundsätzlich keine Werbemaßnahmen zu starten. Denn die große Reichweite der Kartenmanufaktur wird ebenfalls zur Verfügung gestellt.

Passives Einkommen durch Kryptowährung

Ein heißer Trend sind Bitcoin und Co. Egal, ob Day-Trading, Mining oder Staking – Möglichkeiten mit dem Online-Geld massive Umsätze zu generieren, gibt es viele. Im Internet kursieren zahlreiche Berichte von Menschen, die durch den Handel mit Kryptowährungen über Nacht zum Millionär wurden. Viele von ihnen waren noch minderjährig, als sie mit dem Trading angefangen haben.

Das Interesse an Bitcoin und Co, gerade bei den Millennials und unter 18-Jährigen, ist enorm. Dennoch ist eine Warnung angebracht. Das Risiko eines Totalverlustes darf nicht unterschätzt werden. Außerdem gestalten sich die Zugangsbedingungen für Minderjährige als schwierig. Wer sich dennoch für diesen Weg entscheidet, sollte sich im Vorfeld sorgfältig informieren und nur mit Geld handeln, auf das im Notfall auch verzichtet werden kann.

Multilevel-Marketing

Facebook ist voll von Menschen, die Produkte an den Mann bringen wollen. Dabei wird immer wieder auf das Konzept des Multilevel-Marketings zurückgegriffen. Ein Verkäufer bietet nicht nur sein Produkt an, sondern möchte auch andere Verkäufer gewinnen. Je mehr Teammitglieder in der Hierarchie unter dem Verkäufer angesammelt werden, desto höhere Umsätze generiert er.

In der breiten Öffentlichkeit wird Multilevel-Marketing häufig mit dem Schneeballsystem verwechselt. Wichtig zu wissen ist, dass es Unterschiede gibt. So profitieren die Teammitglieder voneinander. Außerdem ist das Investment oftmals gering bis nicht notwendig. Bei vielen Firmen muss lediglich das eigene Produkt angeschafft werden und schon kann man sich als Verkäufer registrieren.

Beim Multilevel-Marketing existieren ebenfalls unzählige Erfolgsgeschichten beispielsweise bei Younique oder DoTerra. Allerdings stecken dahinter dann auch viel Zeit und Mühe. Wer aber überzeugt von seinem Produkt ist und Spaß am Vertrieb hat, der kann sich in der Freizeit gutes Geld verdienen.

Hobby-Fotograf

Auszubildende, die sowieso die meiste Zeit mit der Digitalen-Spiegelreflexkamera unterwegs sind, können das Hobby zum Einkommenskanal transformieren. Stockfoto-Plattformen wie Shutterstock, iStock Photo, Adobe Stock oder Getty Images sind bewährte Abnehmer von Bildern.

Die Fotografen legen sich ein Konto an und laden ihre Bilder hoch. Oftmals muss hinterlegt werden, welche Rechte mit den Schnappschüssen verkauft werden. Darf der Abnehmer die Aufnahme nachträglich bearbeiten oder nicht? Muss er den Fotografen bei der Veröffentlichung erwähnen?

Am erfolgversprechendsten ist auch hier, wenn der Fotograf eine eigene Nische bedient. Am besten besteht dort eine hohe Nachfrage gepaart mit geringer Konkurrenz.

Influencer werden

Menschen, die sowieso stundenlang auf Social Media unterwegs sind, könnten sich als Influencer versuchen. Influencer sind Menschen, die eine starke Internetpräsenz zeigen und viele Follower haben. Normalerweise wird entweder der Alltag oder ein bestimmtes Hobby geteilt. Es gibt Fitness-Influencer, Beauty-Influencer und Influencer in zahlreichen anderen Nischen.

Wer sich jetzt überlegt, auf Follower-Jagd zu gehen, der sollte Geduld mitbringen. Es kann Monate oder Jahre dauern, bis genügend Menschen ihr Interesse zeigen und Werbefirmen aufmerksam werden. Beharrlich muss mehrfach täglich gepostet werden. Das bedeutet viel Arbeit. Trotz des hohen Zeitaufwands erreichen viele den Status des Influencers nie.

So schmeichelhaft die Vorstellung ist, ein berühmter YouTuber oder Instagrammer zu werden, so schwierig ist der Weg dorthin. Das bedeutet aber nicht, dass es unmöglich ist.

Virtuelle Assistenz

Wer sowieso gerade eine Ausbildung zur Bürofachkraft macht, der kann seine Dienste zusätzlich auch online anbieten. Virtuelle Assistenten übernehmen unterschiedlichste Aufgaben für ihre Kunden. Von der Pflege der Dateien bis zur Ausarbeitung von Vorstandspräsentationen ist alles dabei. Es gibt für jeden den richtigen Job, weil Unterstützung sowohl bei einfachen als auch herausfordernden Themen gesucht wird.

Am schnellsten ergattern Einsteiger erste Aufträge in Facebook-Gruppen wie Virtuelle Assistenz suchen und finden, wo sich über 15.000 Mitglieder tummeln.

Dienstleistungen anbieten

Auszubildende können auch ihre Dienste im echten Leben anbieten. Sie sind zwar noch keine Meister auf ihrem Arbeitsgebiet, aber gerade im zweiten, dritten oder vierten Lehrjahr besitzen sie bereits fundierte Kenntnisse und Praxiserfahrung. So können sie im privaten Rahmen Haarschnitte, Malerarbeiten oder Gartendienste anbieten. Wenn der Service gut ist, spricht sich das normalerweise schnell herum. Kunden zu finden, ist dann ein Leichtes.

Was ist beim Nebenerwerb zu beachten?

Wer sich neben der Berufsausbildung ein Nebeneinkommen dazuverdienen möchte, der muss verschiedene Punkte berücksichtigen. Zunächst muss normalerweise der Lehrbetrieb zustimmen. Gerade wenn es sich um eine Tätigkeit handelt, die mit der Arbeitsstelle in Konkurrenz steht, wird die Erlaubnis nicht immer erteilt.

Außerdem muss die Beschäftigung angemeldet werden. Die Einkünfte sind steuerpflichtig, wobei verschiedene Freibeträge zu berücksichtigen sind. Am besten wird rechtzeitig der Rat eines Steuerberaters eingeholt. Wenn der Nebenerwerb auf rechtssicheren Füßen steht, macht er doppelt so viel Spaß.

Und der Spaß ist es auch, der bei der Arbeit nach Dienstschluss oder am Wochenende ausschlaggebend ist. Wer sich schon in seiner Freizeit ein Zubrot verdient, der sollte wenigstens Freude daran haben. Deshalb wird am besten eine Tätigkeit ausgewählt, bei der die Zeit wie im Flug vergeht und man sich selbstverwirklichen kann.

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