Absage erhalten? Was nun?

Stockfoto-ID: 221585512, Kaspars Grinvalds

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Veröffentlicht am 27. November 2017 in Allgemein, Arbeitgeber, Bewerbung

Wieso habe ich eine Absage erhalten?
Du hast dich auf das Bewerbungsgespräch vorbereitet und hattest ein positives Gefühl nach dem Termin?
Trotzdem hast du keinen Lehrvertrag bekommen?

Frust und Enttäuschung sind normal, wenn du eine Absage für die gewünschte Lehrstelle erhältst. Aber trotzdem: Kopf hoch!  Selten klappt es mit einem Lehrvertrag gleich innerhalb der ersten paar Bewerbungen. Das ist auch später im Berufsleben so. Daher heißt es mit neuer Motivation in die nächste Runde starten! Wer nicht aufgibt, wird früher oder später zum Ziel kommen.

Wir haben für dich hilfreiche Tipps für deine nächsten Vorstellungsgespräche.

1) Grund für die Absage erfahren

Wenn du zum Telefon greifst und das Unternehmen anrufst, kannst du erfahren, weshalb du die Lehrstelle nicht bekommen hast. Denke daran: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus. Deshalb freundlich und höflich sein. Du kannst auch mit einem E-Mail nachfragen, normalerweise erhältst du jedoch telefonisch rascher Gewissheit. Wenn du den Grund für die Absage kennst, kannst du deine weiteren Schritte planen, um beim nächsten Mal erfolgreicher zu sein.

2) Bewerbungsunterlagen checken

Kontrolliere nochmals deine Bewerbungsunterlagen.

  • Fehler?
  • Unvollständig?
  • Ungünstiges Bewerbungsfoto?

Hole dir Meinungen von Erwachsenen, der Lehrstellenberatung und aus deinem Freundeskreis. Wenn du nicht ganz sattelfest in Rechtschreibung und Grammatik bist, lass´ dir von einem ehemaligen Lehrer oder einem Nachhilfeinstitut unter die Arme greifen. Fehler in der Muttersprache machen sich nicht gut in den Bewerbungsunterlagen für eine Lehrstelle.

3) Bewerbungsgespräche üben

Nervosität bei Vorstellungsgesprächen ist bis zu einem gewissen Grad normal, vor allem dann, wenn man noch nicht viele hinter sich gebracht hat. Ist das Lampenfieber aber so stark, dass du nicht klar denken kannst oder stotterst, hindert es dich daran, in diesen paar Minuten dein Bestes zu geben. Die gute Nachricht: Bewerbungsgespräche kann man üben, dann verlieren sie ihren Schrecken. Je öfter du eine solche Situation durchspielst, umso gelassener kannst du deinem nächsten Termin entgegensehen.

Was bei diesem Trockentraining mit Erwachsenen oder Freunden wichtig ist:

  • eine möglichst realistische Situation schaffen
  • sachliches Antworten und freundliches Auftreten üben
  • in entsprechender Kleidung üben
  • auf Sprache, Gestik, Körperhaltung achten

Gehe die Bewerbungssituation auch gedanklich durch und male dir ein Vorstellungsgespräch aus, das optimal verläuft. Dein Unterbewusstsein weiß nicht, ob die Situation gerade real abläuft oder du sie nur gedanklich durchspielst. Zu diesem Thema gibt es viel hilfreiche Literatur. Meistens reicht es aber, wenn du einfach immer wieder übst.

4) Durch Sympathie und Persönlichkeit punkten

Möglicherweise hast du gar nichts falsch gemacht. Du hast dich über das Unternehmen informiert, bei dem du dich beworben hast, deine Bewerbungsunterlagen sind vollständig und fehlerlos und du warst auch nicht übermäßig aufgeregt. Der Grund der Absage liegt einfach nur darin, dass sich zu viele Jugendliche für diese Lehrstelle beworben haben. Diese Tatsache kannst du auch in Zukunft nicht verändern, aber du kannst dein Auftreten verbessern und noch mehr auf deine Sprache, Mimik, Gestik und Körperhaltung achten. Oft entscheidet der erste Eindruck und die Sympathie, wer das Rennen um den Lehrvertrag macht. Zum Thema Körpersprache und Auftreten gibt es ebenfalls viel Literatur.

Ein paar wichtige Punkte dazu:

  • gepflegtes Äußeres (Haare, Gesicht, Kleidung)
  • offene Körperhaltung
  • fester Händedruck und gewinnendes Lächeln
  • Freundlichkeit, Höflichkeit im Gespräch
  • sachliche Beantwortung von Fragen
  • sicheres Sprechen und deutliche Artikulation

5) Glaube an dich

Eine Absage nach einem Vorstellungsgespräch kann viele verschiedene Gründe haben und nicht alle liegen innerhalb deines persönlichen Einflussbereiches. Verbessere, was du verbessern kannst und stärke dein Selbstvertrauen, wenn es einfach nur darum geht, aus der Vielzahl der MitbewerberInnen hervorzustechen. Mit Übung und Beharrlichkeit wirst du eine für dich passende Lehrstelle finden. Los geht’s!

 

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