KFZ Techniker Lehre – Ausbildung, Tätigkeit und Perspektive

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Veröffentlicht am 3. Juli 2019 in Allgemein

Die Lehre zum Kraftfahrzeug-Techniker zählt seit langem zu den beliebtesten Aus- und Weiterbildungsberufen im technischen Bereich. Der KFZ-Techniker unterscheidet sich insofern vom Mechatroniker, das sich sein Aufgabenbereich nicht auf technisch-handwerkliche Tätigkeiten beschränkt, sondern unter anderem auch Koordination der Mitarbeiter, die Organisation des Betriebes sowie die Termin- und Zeitplanung umfasst. Techniker der Fachrichtung Kraftfahrzeugtechnik koordinieren Werkstattmitarbeiter, kontrollieren die Ausführung und Vollständigkeit der Aufträge und überprüfen die Einhaltung von zeitlichen Vorgaben. Darüberhinaus sind KFZ-Techniker für die Überwachung der Arbeitsqualität verantwortlich. Sie wirken beim Entwurf, bei der Herstellung und bei der Instandsetzung von Kraftfahrzeugen sowie Kraftfahrzeugtechnik mit, nehmen bei Bedarf aber auch Aufgaben im Vertrieb wahr oder organisieren innerbetriebliche Schulungsmaßnahmen.

KFZ-Techniker: Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten

Bei der Ausbildung zum staatlich geprüften KFZ-Techniker handelt es sich um eine landesrechtlich geregelte Weiterbildungsmaßnahme, die an entsprechenden Fachschulen realisiert wird. In Vollzeit nimmt die Weiterbildung zwei Jahre, in Teilzeit vier Jahre in Anspruch. Abgeschlossen wird sie mit einer staatlichen Abschlussprüfung. Zugangsvoraussetzung für die Aufnahme an einer entsprechenden Fachschule sind für gewöhnlich der erfolgreiche Abschluss eines einschlägigen Ausbildungsberufes (beispielsweise KFZ-Mechatroniker) sowie ausreichend Berufspraxis. Schulische Mindestvoraussetzung stellen, je nach Bundesland, der Hauptschulabschluss oder die mittlere Reife dar.

Die Weiterbildung umfasst viele verschiedene Lernbereiche, darunter fachrichtungsbezogene, aber auch fachrichtungsübergreifende. Zu den fachrichtungsbezogenen Lernbereichen zählen:

  • Physik (Hydraulik und Pneumatik)
  • Chemie und Werkstoffkunde
  • Fahrwerktechnik und Fahrmechanik
  • Informationstechnik
  • Motorentechnik
  • Steuerungs-, Mess- und Regelungstechnik
  • Service, Arbeitsvorbereitung und Arbeitsplanung
  • Technisches Zeichnen

Zu den fachrichtungsübergreifenden Lernbereichen gehören:

  • Mathematik
  • Betriebswirtschaftslehre
  • Deutsch
  • berufsbezogenes Englisch

Die Weiterbildung setzt sich aus theoretischem und praktischem Unterricht im Klassenverband zusammen. Der praktische Unterricht umfasst unter anderem diverse Instandhaltungsprozesse und Reparaturtechniken, die die Auszubildenden selbst durchführen. Dabei kann es sich sowohl um die Inspektion eines Motors, als auch um das Anbringen oder die Instandhaltung einer Anhängerkupplung handeln, wie man sie beispielsweise bei kupplung.at findet. Der theoretische Unterricht bezieht sich hingegen in erster Linie auf die oben erwähnten Lernfelder, schließt aber auch den richtigen, serviceorientierten Umgang mit Kunden ein. In Vollzeit erfolgt der Unterricht ganztags an der jeweiligen Fachschule. Wer sich hingegen für eine Teilzeitausbildung entscheidet, kann in der Regel eine berufsbegleitende Weiterbildung am Abend oder am Wochenende in Anspruch nehmen.

Berufliche Perspektiven

Das umfassende Fachwissen, das im Laufe der Weiterbildung vermittelt wird, verbessert die Chancen am Arbeitsmarkt für gewöhnlich erheblich. Je nach Standort und Größe des Betriebes erhält eine staatlich anerkannter KFZ-Techniker durchschnittlich 30.000 bis 40.000 Euro brutto im Jahr. Darüberhinaus bietet die Automobilindustrie zahlreiche interessante Arbeitsplätze, weshalb sich das Tätigkeitsfeld längst nicht nur auf die Arbeit in einer kleinen Werkstatt beschränken muss. So finden Techniker der Fachrichtung Kraftfahrzeugtechnik beispielsweise auch Beschäftigung in Ingenieurbüros für die technische Fachplanung, bei Unternehmen, Baustoffmaschinen produzieren, im Fahrzeugbau, in Reparaturwerkstätten von Kraftfahrzeug-Händlern, bei Automobilzulieferern sowie bei Verkehrsbehörden. Nach Abschluss der Weiterbildung zum KFZ-Techniker bietet sich zudem eine weitere Aufstiegsweiterbildung oder ein einschlägiges Studium an (zum Beispiel im Bereich Maschinenbau oder Betriebswirtschaft), was die Chancen auf einen sicheren, gut bezahlten Arbeitsplatz noch einmal verdoppelt.

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