Vom Lebenslauf bis zum Bewerbungsgespräch: Die 5 häufigsten Anfängerfehler

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Lehrlingsportal.at Person, die auf einem Laptop tippt, der eine Karriereseite mit einer Schaltfläche "Bewerben" anzeigt, umgeben von einer Tasse Kaffee, einem Smartphone, Ohrhörern, einem Stift, einer Uhr und einem USB-Stick auf einem Holztisch.

Der erste Schritt ins Berufsleben fühlt sich an wie ein Sprung ins kalte Wasser. Und der Weg dorthin beginnt fast immer mit einer Bewerbung. Aber da passieren leider oft genau die Fehler, die sich mit ein bisschen Vorbereitung eigentlich locker vermeiden lassen. Hier sind deshalb die fünf häufigsten Anfängerfehler beim Bewerben - und wie du’s besser machst und dich absolut positiv von deinen Mitbewerbern abheben kannst.

1. Fehler: Das Bewerbungsschreiben klingt wie ein Schulaufsatz

Ein Satz wie „Hiermit bewerbe ich mich um die ausgeschriebene Lehrstelle“ klingt offiziell. Aber auch extrem langweilig! Und genau das ist das Problem: Wer nur Floskeln und Standardformulierungen verwendet, hebt sich nicht von anderen ab. Das Bewerbungsschreiben ist deine Chance, ein bisschen Persönlichkeit zu zeigen, und genau das fehlt oft.

Du solltest auf jeden Fall vermeiden, einfach irgendeinen Text aus dem Internet zu kopieren. Viele Unternehmen erkennen das sofort. Besser ist: Kurz erzählen, wer du bist, was du kannst und warum du dich genau für diese Lehre interessierst. Wenn dir beim Schreiben die Wörter fehlen: Mit Brief Vorlagen findest du nicht nur professionelle Lebenslaufvorlagen, sondern auch eine gute Struktur fürs Anschreiben, die du ganz einfach anpassen kannst.

2. Fehler: Der Lebenslauf sieht zusammengewürfelt aus

Dein Lebenslauf ist kein Roman, aber eben auch kein lieblos zusammengeschriebener Zettel. Oft wird der Lebenslauf unterschätzt, gerade wenn man denkt: „Ich hab ja eh noch nicht viel gemacht.“ Doch genau deshalb ist er wichtig!

Achte darauf, dass:

  • Format und Layout sauber sind (keine wilden Farben, keine Verschiebungen im Layout)
  • Alle Angaben vollständig und chronologisch sind - also von der aktuellen Schule rückwärts
  • Du kleine Erfahrungen auch erwähnst: Praktika, freiwillige Projekte, Nebenjobs oder Vereinsarbeit zeigen, dass du motiviert bist

Ein gutes Layout macht hier einen großen Unterschied. Wenn du keine Ahnung hast, wie du das alles übersichtlich hinkriegst: Auch hier kann man einfach eine Vorlage nutzen!

3. Fehler: Die E-Mail ist unprofessionell

Du hast das Anschreiben fertig, den Lebenslauf gespeichert. Jetzt also nur noch die Mail schicken. Was kann da schon schiefgehen? Antwort: ziemlich viel.

Viele Bewerber:innen schreiben in die Betreffzeile nur „Bewerbung“ oder - noch schlimmer - gar nichts. Im Text steht dann: „Anbei meine Bewerbung. LG Max“. So wirkt es, als hättest du dich aus Versehen beworben. Oder aus Langeweile.

Hier ein einfaches Rezept:

  • Betreffzeile: Bewerbung um eine Lehrstelle als (XY)
  • Anrede: Wenn im Inserat ein Name steht: unbedingt verwenden!
  • Kurztext: Ein freundlicher Hinweis, dass die Bewerbung im Anhang ist und dass du dich über eine Rückmeldung freust
  • Anlagen-Dokumente unbedingt vorher richtig Beschriften

Und bitte die Anhänge nicht vergessen auch wirklich mitzuschicken!

4. Fehler: Zu spät bewerben. Oder auf die falsche Stelle

Auch das passiert ständig: Bewerbungen kommen zu spät oder gehen an Firmen, die gerade gar keine Lehrlinge suchen. Viele vergessen, dass es in manchen Branchen klare Bewerbungszeiträume gibt. Besonders bei beliebten Lehrberufen sind die Plätze oft früh weg.

Tipp: Früh dran sein, gut vorbereiten - und das Inserat sehr gut durchlesen. Manche Stellen sind sehr speziell. Wer sich auf eine Lehre in der Logistik bewirbt und in seinem Schreiben nur von seiner Leidenschaft fürs Reisen erzählt, hat sich wahrscheinlich schon selbst aussortiert.

Mach dir also vorher klar:

  • Passt die Stelle zu mir?
  • Versteh ich, was in der Lehre gemacht wird?
  • Hab ich die Grundvoraussetzungen?

Und wenn nicht: Einfach nachfragen, auch das zeigt Interesse!

5. Fehler: Null Vorbereitung fürs Bewerbungsgespräch

Glückwunsch, du wurdest eingeladen! Aber jetzt kommt der Teil, bei dem man richtig punkten kann. Oder eben nicht.

Unvorbereitet ins Bewerbungsgespräch zu gehen, endet meistens unangenehm und wirkt wenig interessiert. Aber das ist komplett vermeidbar.

Diese Fragen kommen fast immer:

  • Warum willst du genau diese Lehre machen?
  • Was weißt du über unser Unternehmen?
  • Was sind deine Stärken und Schwächen?

Tipp: Übe vorher mit Freunden oder deinen Eltern. Überleg dir ehrliche, aber positive Antworten (deine Schwächen sollten z.B. nichts mit der Lehrlingsstelle zu tun haben). Und denk dran: Nervosität ist ganz normal. Aber Interesse zeigen ist Pflicht.

Das Fazit? Fehler sind okay, aber Vorbereitung ist besser

Niemand erwartet Perfektion von jemandem, der seine allererste Bewerbung schreibt. Aber mit ein bisschen Mühe, einer klaren Struktur und echten Infos über dich kannst du dich von vielen anderen Bewerber:innen abheben.

Nutze Vorlagen, hol dir Feedback, und nimm dir Zeit. Schreib ehrlich, bleib du selbst und mach’s besser als die, die’s einfach nur „schnell abschicken“.

Wenn du dann noch beim Bewerbungsgespräch gepflegt gekleidet und pünktlich auftauchst und viel Interesse am Unternehmen zeigst, hast du sehr gute Chancen auf deinen gewünschten Ausbildungsplatz!

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