Kerammaler / Kerammalerinnen bemalen und verzieren fertige Tonwaren (Geschirr, Krüge usw.) mit Farben, Glasuren, Beizen oder Edelmetallpräparaten. Sie bringen auch verschiedene Schriftzüge und Ornamente an den Produkten an. Obwohl immer noch ein Teil der Arbeiten manuell gemacht wird, kommen im industriellen Bereich der Kerammalerei immer mehr Maschinen zum Einsatz. In der Kerammalerei unterschiedet man grundsätzlich zwischen Unterglasurmalerei, Aufglasurmalerei und Inglasurmalerei. Die wichtigsten Tätigkeiten eines Kerammalers / einer Kerammalerin sind die Zusammenstellung und Aufbereitung der Engoben, Glasuren und Farben, das Glasieren, Unterglasmalen und das Aufglasurmalen. Die Verzierungen werden dabei entweder auf dem ungebrannten Werkstück (z.B. Engobenmalerei), während des Brennens (z.B. Salzglasieren) oder auf dem gebrannten Werkstück (z.B. beim Unter- und Aufglasurmalen) angebracht. Kerammaler / Kerammalerinnen sind im Team mit BerufskollegInnen und verschiedenen Fach- und Hilfskräften in Produktionshallen von Gewerbe- und Industriebetrieben tätig.
Du bist fingerfertig und verfügst über gutes Sehvermögen? Gegenüber Gerüchen und chemischen Stoffen bist du außerdem unempfindlich? Dein Farbensinn ist gut, ebenso dein Augenmaß? Toll! Du bringst bereits wesentliche Voraussetzungen für diesen Lehrberuf mit. Du verfügst darüber hinaus über gestalterische Fähigkeiten und räumliches Vorstellungsvermögen. Weiters bist du handwerklich geschickt, konzentrationsfähig und entscheidungsfähig. Zusätzlich erforderlich: Geduld, Aufmerksamkeit, Kreativität und Umweltbewusstsein. Ebenfalls von Vorteil: Flexibilität und Kundenorientierung. Wenn du auch Kommunikationsfähigkeit in die Lehre mitbringst, eignest du dich für diesen Beruf. Natürlich sind Eigenschaften wie Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit als Kerammaler / Kerammalerin - wie in der Arbeitswelt generell - für eine erfolgreiche Berufsausübung günstig.
Die Berufs- und Beschäftigungsaussichten für Kerammaler / Kerammalerinnen sind relativ gut, da nur wenige Lehrlinge ausgebildet werden, was dem tatsächlichen Fachkräftebedarf entspricht. Die meisten Lehrlinge werden nach der Ausbildung im Ausbildungsbetrieb weiterbeschäftigt. Allerdings gibt es nicht viele Betriebe, die Lehrlinge ausbilden, weshalb es nicht so leicht ist, eine Lehrstelle zu bekommen. Kerammaler / Kerammalerinnen sind meistens in Großbetrieben der keramischen Industrie und mittleren Betrieben des keramischen Gewerbes tätig. Oft finden sich Gewerbebetriebe in Fremdenverkehrsregionen. Dieser Lehrberuf gilt als „typischer Frauenberuf“, da vorrangig Frauen in den Betrieben beschäftigt werden.